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Die Seite wurde aktualisiert am: 21.05.2013


Neue Sperrklausel für EU-Wahl

Demokratieverständnis bei etablierten Parteien: Fehlanzeige!

Nun ist es fast „amtlich“. Die etablierten Parteien - mit Ausnahme der Partei Die Linke – wollen eine 3 %-Sperrklausel für die Europa-Wahl beschließen. Das neue Wahlgesetz dürfte auch die Hürde Bundesrat spielend nehmen – man ist sich ja einig, wenn es um die Mandate in Brüssel geht. Da machen auch die Grünen keine Ausnahme!

Dass es schlecht um das Demokratieverständnis der etablierten Parteien bestellt ist, hat sich damit wieder einmal bewahrheitet!

Für die kleinen Parteien ist eine neue Sperrklausel ein herber Rückschlag, denn die Hürde von 3 % ist aller Voraussicht nach für sie kaum zu schaffen. Aber wer weiß, vielleicht zeigen viele Wählerinnen und Wähler den „Etablierten“ die rote Karte für ihr seltsames Demokratieverständnis und geben ihre Stimmen den kleinen Parteien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird bei der EU-Wahl trotzdem einen harten Wahlkampf führen, um einerseits die Wählerinnen und Wähler dieses Landes über die vielen „Baustellen“ in der Politik der etablierten Parteien aufzuklären und um unsere eigene Sichtweise einer ethisch fundierten EU-Politik deutlich zu machen.

Web-Redaktion: 17.05.2013


Der schöne Schein trügt

Wie sich die Reichen an den Armen bereichern

Wir leben offenbar im Zeitalter der Entzauberung! Da rühmt sich zum Beispiel die Deutsche Bank der „Leistung aus Leidenschaft“, betreibt aber wohl eher illegale Transaktionen „aus Leidenschaft“! Der Hoeneß Uli mutiert vom Vorzeigepräsidenten zum Steuerbetrüger und stürzt sich damit selbst vom Sockel. Und nun, wer hätte das gedacht, entpuppt sich Daimler aus der superreichen Nobelkarosserie-Branche als mieser Ausbeuter von Leiharbeitern und betreibt Lohndumping.

Drei Beispiele aus der „feinen Gesellschaft“, die mühelos fortgesetzt werden könnten.

Offenbar kann man heutzutage nur durch „Undercover-Recherche“ die Wahrheit hinter den glitzernden Kulissen erkunden! Wie in der Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“ (13. 05, ARD) zu erfahren war, nahm der Journalist Jörg Rose - im Stil von Günter Wallraff - die Identität eines einfachen Schichtarbeiters an, bewarb sich, als Vater von vier Kindern, bei Daimler und wurde von der Leiharbeitsfirma Preymesser unter Vertrag genommen. Die aber fährt offenbar mittlerweile doppelgleisig: Nachdem für Leiharbeit höhere Löhne erstritten worden waren, erfand man den an Billigkeit kaum zu unterbietenden „Werksvertrag“, eingeführt auch vom raffgierigen Daimler-Konzern.

Mit versteckter Kamera dokumentierte Rose seinen Arbeitsalltag: Bis an den Rand der täglichen Erschöpfung hatte er ohne Ende superschwere Zylinderköpfe aus- und wieder einzupacken – für 8,19 Euro die Stunde. Lohndumping in Reinkultur! Entgegen den gesetzlichen Vorschriften arbeitete er als „Billiglöhner“ eng mit der - die gleiche Arbeit verrichtenden - Stammbelegschaft zusammen, laut Gesetz eine „unerlaubte Arbeitnehmer-Überlassung“ und damit Sozialversicherungsbetrug, so der renommierte Arbeitsmarktforscher Professor Stefan Sell. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – hier wird er zur Farce.

Billiglöhner als Arbeiter zweiter Klasse: So behandelt z. B. der Betriebsarzt nur bei der Stammbelegschaft die gravierenden Rückenprobleme aufgrund der schweren Arbeit, denn nur mit ihnen werden Leistungsvereinbarungen getroffen. Sparen auf Teufel komm raus! Und dies auf dem (kaputten) Rücken der billig Entlohnten (hier passenderweise im Wortsinne...).

Ein besonderes Kapitel ist die äußerst unterschiedliche Entlohnung. So verdient eine junge Frau mit einer 35-Stunden-Woche 3 577,- Euro monatlich; dazu kommen noch etliche Zuschläge. Dem „armen Schlucker“ mit Werksvertrag bleiben gerade einmal netto 991,- Euro von seinem Lohn. Die Folge: Analog dem Harz-IV-Aufstockermodell zahlt der Staat (= der Steuerzahler!) jeweils 1 550,- Euro monatlich drauf. Mit anderen Worten: Daimler lässt sich vom Steuerzahler subventionieren! Ein Skandal der Extraklasse.

Die Politik beteiligt sich also an solch anrüchigen Geschäften und unterstützt die Lohndumping-Strategie (und damit ihre Ausweitung) mit sage und schreibe 8,7 Milliarden Euro Steuergeldern. Wen wundert´s, wenn die berühmte Schere zwischen Arm und Reich dank Schwarz-Gelb immer weiter auseinandergeht!

Das soziale Gefüge gerät auf diese Weise mehr und mehr ins Wanken und droht auseinanderzubrechen, wenn auf der einen Seite die Gewinne gigantische Höhen erreichen und auf der anderen die Löhne immer weiter gedrückt werden. Die Folge ist modernes Tagelöhnertum, ist die Versklavung eines großen Teils der Bevölkerung.

Daimler will seinen Gewinn von 8 Milliarden Euro auf 9 Milliarden steigern. Der Stolz des Steuerzahlers, dass er einem Nobelkonzern dabei zu Diensten sein darf, dürfte sich in Grenzen halten.

Web-Redaktion: 17.05.2013

Bildquelle: HDGF Archiv


Menschen lernen nur aus Katastrophen – oder auch nicht…

Auf dem Weg zur Fair-Trade-Kleidung

Nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten wollen jetzt führende Handelskonzerne der Textilbranche ihre bisherige Einkaufsstrategie überdenken. Unter dem Eindruck der Katastrophe schlossen sich die meisten der großen Handelsketten - darunter H&M, C&A, Tschibo, Primark, Aldi, Zara, Benetton und Abercrombie & Fitch - einem Abkommen an, das Mindeststandards hinsichtlich Brandschutz und Sicherheit in den Fabriken von Bangladesch zum Inhalt hat.

Der US-Konzern Gap und Walmart - das weltgrößte Einzelhandelsunternehmen - hat sich bislang geweigert, dem Abkommen beizutreten. Die Konzern-Bosse scheinen nichts aus der Katastrophe in Bangladesch gelernt zu haben und bleiben ihrem profit-orientiertem Denken verhaftet: „Money makes the world go around.“

Bis man jedoch bei uns wirkliche Fair-Trade-Kleidung in den führenden Handelskonzernen kaufen kann, wird es wohl noch ein weiter Weg sein. Aber der Anfang ist gemacht…

Web-Redaktion: 16.05.2013

Bildquelle: HDGF Archiv


Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit

Fatale Folgen…

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Wer schon einmal arbeitslos war, kann ein Lied davon singen, wie es sich anfühlt, am Rande der Gesellschaft zu stehen, und mit welchen alltäglichen Herausforderungen man zu kämpfen hat.

Derzeit sind vor allem Jugendliche in den Euro-Krisenländern wie Griechenland und Portugal von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen. Laut Angaben der Vereinten Nationen nimmt die Jugendarbeitslosigkeit weltweit zu - allerdings nicht überall so dramatisch wie in oben genannten Ländern.

Wie das Statistische Amt (Elstat) in Piräus in diesem Monat mitteilte, sind in Griechenland 64 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren erwerbslos; mit anderen Worten - nur etwa jeder dritte Jugendliche hat eine Arbeitsstelle. Auch in Portugal waren von Januar bis März 2013 rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen arbeitslos gemeldet.

Laut einem gerade veröffentlichen Bericht der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Jugendarbeitslosigkeit 2013 weltweit bei durchschnittlich 12,6 Prozent nach 12,4 Prozent im Vorjahr. 73,4 Millionen der 15- bis 24-Jährigen sind demnach 2013 arbeitslos. Verglichen mit Griechenland und Portugal steht Deutschland noch „gut“ da. Bei uns liegt die Jugendarbeitslosigkeit unter 10 Prozent.

Trotzdem darf die deutsche Regierung das Problem der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit in den Krisenländern Europas nicht auf die leichte Schulter nehmen und durch restriktive Forderungen nach Schuldenabbau in diesen Ländern sogar noch vergrößern.

Die zunehmende Zahl von Jugendlichen, die ohne Einkommen und Zukunftsperspektiven sind, birgt einen immensen sozialen Zündstoff. Abgesehen von Massendemonstrationen mit bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten, besteht die Gefahr, dass sich die arbeitslose Jugend rechtspopulistischen Parteien zuwendet. Damit bedroht die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen in Europa auch die Grundfeste unserer Demokratie! Und abgesehen davon, beschleunigt sie den wirtschaftlichen Niedergang der betroffenen Länder, denn wie soll der Binnenmarkt sich stabilisieren, wenn ein Großteil der Bevölkerung zunehmend verarmt.

Die wirtschaftliche Abwärtsspirale wird weitergehen, solange man den Weg des Sparens „um jeden Preis“ zum Abbau der Staatsschulden beibehält.

Web-Redaktion: 10.05.2013


Der Preis der Billigkleidung

Gedanken zum Fabrikeinsturz in Dhaka am 24.04.2013

Die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines Fabrik- und Geschäftshauses in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka ist auf mehr als 600 gestiegen.

Die Katastrophe gilt als schlimmster Industrieunfall in der Geschichte des Landes und führt uns einmal mehr vor Augen, wie menschen- und umweltverachtend die Bedingungen in der dortigen Bekleidungsindustrie sind. Seit langem weiß man, dass bei der Herstellung häufig giftige Farbstoffe und Chemikalien zum Einsatz kommen, die den Arbeitern/innen und der Umwelt stark zusetzen. Die Näher/innen arbeiten unter schlimmsten Arbeitsbedingungen bis zu 70 Stunden in der Woche für einen Hungerlohn. Die Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich der Produktionsstätten entsprechen nicht westlichen Standards und sind mehr aus unzureichend, was die Katastrophe am 24.04.2013 wieder einmal bestätigt hat.

Weil der größte Teil unserer Kleidung aus Ländern wie Bangladesch, Indien und China stammt, kommen auch immer wieder internationale Konzerne in die Kritik, die in diesen Billiglohn-Ländern produzieren lassen, obwohl sie über die unzureichenden Sicherheitsvorschriften, die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und die Billiglöhne (häufig auch Kinderarbeit) Kenntnis haben.

Es wurde bekannt, dass die Rettungskräfte unter den Trümmern Textilien mit Etiketten von bekannten Modeketten wie Kik, Primark, Mango und Benetton gefunden haben.

Hunderttausende Textilarbeiter/innen sind in Bangladesch auf die Straße gegangen und protestierten lautstark und zum Teil gewaltsam gegen die miserablen Arbeitsbedingungen und forderten die Hinrichtung der Verantwortlichen. Auch aus dem Ausland wird der Ruf nach besseren Arbeitsbedingungen in diesem asiatischen Land lauter. Das Unglück zeige, so ein Sprecher des US-Außenministeriums, dass Regierung, Besitzer, Verbraucher und Arbeitnehmer gemeinsam Verantwortung übernehmen müssten.

Unser Rat an die deutschen Verbraucher: Kaufen Sie keine super-billige Bekleidung, die aus Ländern stammt, in denen Menschenrechte nachweislich missachtet werden und auf Mindeststandards hinsichtlich des Umweltschutzes aus Gründen der Profitmaximierung verzichtet wird.

Web-Redaktion: 06.05.2013

Bildquelle: HDGF Archiv


Sumpfiges Gelände

Über Steuerhinterziehung und Korruption

Immerhin – auf diese uns regierende Koalition kann man sich verlassen, denn sie verfolgt konsequent den einmal eingeschlagenen Weg: Wer seine „Geld-Schäfchen“ ins Trockene bringt, seien es Steuerhinterzieher wie Zumwinkel, Hoeneß und Zigtausend andere, seien es Abgeordnete, die korruptionsanfällig sind – sie alle genießen den Schutz der schwarz-gelben Regierung.

Zum Tatbestand der Korruption: Zwar unterzeichnete die Bundesrepublik im Jahr 2003 zusammen mit 165 anderen Staaten die UN-Antikorruptions-Konvention, Union und FDP aber verweigern nach wie vor die Ratifizierung - mit der mehr als durchsichtigen Begründung, dies widerspreche dem Grundsatz des freien Mandats.

So versucht man zu verschleiern, dass alles unterlassen werden soll, was die hierzulande zu laxen Strafvorschriften zur Abgeordnetenbestechung verschärfen könnte!

Man fragt sich, wie viele „schwarz-gelbe Leichen“ da wohl im Keller liegen und mit wie vielen noch gerechnet wird. Es muss wohl ziemlich viel zu verbergen sein, nimmt man doch zum Beispiel in Kauf, dass man sich in der „feinen Gesellschaft“ von Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und Nordkorea befindet – den einzigen Staaten, die ebenfalls die Ratifizierung der Konvention verweigern!

Aber es wird noch mehr in Kauf genommen: Schon 2012 klagten Chefs von 26 Dax-Konzernen - international tätigen Unternehmen - in einem Brandbrief an das Parlament, dass durch die Blockade des UN-Abkommens das Ansehen Deutschlands Schaden nehme! Kein Wunder, wenn unter den gegebenen Umständen das Vertrauen in die Integrität der deutschen Regierung weltweit leidet!

Auf dem oben geschilderten Hintergrund ist auch der Fall Hoeneß zu sehen. Sein Konzept, sich die politische Weichenstellung zunutze zu machen - Steuerhinterzieher bleiben per Selbstanzeige anonym und straffrei – ging nicht auf, und der vielerorts Hofierte steht nun als Betrüger da. Pech für ihn, gut für die Gesellschaft, dass über Steuerhinterziehung (und im Zusammenhang damit auch die laxe Haltung zur Abgeordnetenbestechung) nicht länger der Mantel des Schweigens gebreitet werden kann. Die Enttäuschungsbekundungen deutscher Politiker im Fall Hoeneß wirken angesichts des eigenen Umgangs mit beiden miteinander verwandten Themen wie blanker Hohn.

Die Opposition hat kürzlich die Gunst der Stunde genutzt und einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Verschärfung der Korruptionsregeln eingebracht. Man darf nun auf die Reaktion von Union und FDP gespannt sein!

Nachtrag: Der Steuerbetrug des Herrn Hoeneß erhält für Tierrechtler noch dadurch besonderes Gewicht, als die von ihm betriebene Wurstfabrik zweifellos keine geringe Rolle bei seiner Gier nach Profitmaximierung spielte und mutmaßlich noch spielen wird.

Mit anderen Worten: An seinen milliardenfachen Profiten klebt das Blut unzähliger gequälter sogenannter Nutztiere. Hier liegt das eigentliche unentschuldbare Verbrechen beim Tatbestand der Steuerhinterziehung des endlich entzauberten Zeitgenossen Hoeneß! Mit der totalen Missachtung der Rechte leidensfähiger Mitlebewesen leistete er nichts weniger als einen ethischen Offenbarungseid. Man sollte ihm keine Träne nachweinen.

Web-Redaktion: 03.05.2013 / 06.05.2013


Ingrid van Bergen neues Parteimitglied

Herzlich willkommen in unseren Reihen!

Bei einer Tierschutzaktion am 21. März 2013 lernte Bettina Jung, die erste Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, die bekannte Schauspielerin Ingrid van Bergen kennen, die seit Jahrzehnten als Tierschützerin und Tierrechtlerin im In- und Ausland aktiv ist.

Bei dieser Aktion, bei der es um die Rettung von 15 Wegwerfwelpen ging, konnte Bettina Jung Frau van Bergen überzeugen, dass konsequenter Tierschutz und die Etablierung von Tierrechten maßgeblich durch eine politische Kraft vorangetrieben werden muss und unsere Partei sich dies zum Ziel gesetzt hat.

Nur wenige Tage später bat Ingrid van Bergen die erste Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg um die Zusendung eines Mitgliedsantrages für unsere Partei, da sie sich von nun an auch politisch für Tierschutz und Tierrechte engagieren wolle. Wir sind stolz, den „Promi“ Ingrid van Bergen für unsere Partei gewonnen zu haben.

Wir werden die Schauspielerin und Buchautorin Ingrid van Bergen mit Sicherheit bei einem unserer kommenden Bundesparteitage in Frankfurt begrüßen können.

Web-Redaktion: 02.05.2013

Bildquelle: Angela Kraft / http://www.kraft-foto.de/


NEIN zu Stierkampf als Kulturgut

Protestieren Sie mit uns!

Stierkampf, eine widerliche Tierquälerei unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur, gehört abgeschafft und nicht als nationales Kulturgut gesetzlich geschützt.

Mit der dringenden Bitte um Unterstützung der Kampagne unseres spanischen Kooperationspartners „La Tortura No Es Cultura“: Schreiben Sie an die spanischen Botschaften und Konsulate in Deutschland! (hier)

Web-Redaktion: 29.04.2013

Bildquelle: Marta Esteban, Präsidentin von LINTEC


Na, darauf haben wir doch gewartet…

Gastronomie: Geschäftslücke wird „sinnvoll“ ausgefüllt

Laut heutiger Kurznachrichten in der Tageszeitung hat eine Fleischerei aus Niederösterreich eine Geschäftslücke für sich entdeckt.

Man kommt beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Fleischerei bietet Torten aus Wurst an. Oh, wie lecker!

Endlich mal eine „sinnvolle“ Geschäftsidee, wie wir finden. Denn „gesundes“ Fleisch von toten Tieren sollte man noch viel mehr schmackhaft verarbeitet unter die Leute bringen. Schließlich sollte man zu keiner Mahlzeit auf Wurst und Fleisch verzichten müssen.

Die Kunden haben wieder die Qual der Wahl; bestellen kann man:

„Leberkäse-Gugelhupf“ und „Linzer-Fleisch-Torte“.

Zur Hochzeit oder zur Geburt eines Kindes gibt es Verzierungen. Super, denn das Neugeborene sollte doch schon frühzeitig auf Düfte von „Wurst- und Fleisch“ konditioniert werden.

Verliebte können einen „Würstel-Strauß“ verschenken. Ach wie rührend, ich hab Dich zum Fressen gern…

Und das Beste ist, dass man in der Fleischerei auch an Vegetarier denkt: Die Wursttorte um 25 Euro wird auch aus Gemüse und Käse hergestellt. Ist doch auch super, wenn Vegetarier mit gutem Gewissen beim Fleischer einkaufen können, oder?

Na, darauf haben wir doch gewartet. Kaffee und Wursttorte, Mahlzeit!

Web-Redaktion: 26.04.2013


TV-Tipp: 2. Beitrag über Tierversuche
in "Hund-Katze-Maus"

Samstag, den 27. April 2013, um 18:00 Uhr, VOX






Der 1. Teil des Berichts mit dem Themenschwerpunkt Tierversuche kann (hier) angeschaut werden.

Im 2. Teil kommen die Ärzte gegen Tierversuche zu Wort: Samstag, 27.04.2013 um 18 Uhr auf VOX.

Web-Redaktion: 26.04.2013 / Quelle: Newsletter von Ärzte gegen Tierversuche / 25.04.2013

Bildquelle: Lobby pro Tier, mit freundlicher Genehmigung durch Bettina Jung


Versuchstier des Jahres 2013: Der Beagle

Seine Eigenschaften werden ihm zum Verhängnis

Ein Beagle ist klein und leicht. Er hat kurzes Fell und er frisst gern, vor allem aber ist er freundlich, duldsam und robust. Das macht ihn zum besonders beliebten Kandidaten für Tierversuche. Knapp 2.500 Beagle pro Jahr wurden jüngst in Deutschland zu Versuchszwecken vergiftet, infiziert, operiert und seziert. (Mehr)

Web-Redaktion: 25.04.2013 / Quelle: SWR: 24. April: Tag des Versuchstiers

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.


Drei-millionenfach Angst, Schmerz, Leiden und Tod

24. April “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“

Jedes Jahr wird am 24. April weltweit auf das Leiden der Tiere in den Versuchslaboren aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Der ursprünglich im deutschsprachigen Raum verwendete Bezeichnung „Tag des Versuchstiers“ suggerierte, Tierversuche gehörten wie selbstverständlich zum Leben dazu. Versuchstieren könne man lediglich mitleidsvoll gedenken. In der Vergangenheit kam es auch immer wieder vor, dass sich Experimentatoren den „Tag des Versuchstiers“ zunutze machten, um die angebliche Notwendigkeit der Versuche „zum Wohle des Menschen“ zu propagieren.

Im Jahr 2007 wurde u.a. auch auf Betreiben der Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine Umbenennung beschlossen. “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ drückt unmissverständlich aus, dass Tierversuche ethisch verwerflich und wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen sind. Tierversuche gehören abgeschafft!

Knapp drei Millionen Tiere wurden im Jahr 2011 in deutschen Labors getötet, 55.000 mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2012 liegen noch keine Zahlen vor; leider ist aber zu erwarten, dass es zu einem weiteren Anstieg gekommen ist. Wie auch in den vergangenen Jahren haben die zuständigen Bundesministerien (Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner und Bildung und Forschung, Annette Schavan) sich nicht für eine Reduktion von Tierversuchen stark gemacht, sondern sich mit der Tierversuchslobby verbündet.

Rund 70 Prozent der Tiere sind Mäuse, 14 Prozent Ratten. Aber auch etwa 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen wurden Opfer der Wissenschaft. Ein Anstieg ist vor allem bei den Mäusen und Fischen zu verzeichnen.

Eine Ursache der unaufhörlichen Zunahme ist im Bereich der Gentechnik zu suchen. Der Anteil der genmanipulierten Tiere macht inzwischen 25 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 fast 9.000 transgene Tiere mehr, insgesamt 731.678, verwendet.

Hauptsächlich werden Mäuse für diesen Forschungszweig herangezogen. In ihrem Erbgut werden Gene an- und abgeschaltet, angeblich, um menschlichen Krankheiten auf die Spur zu kommen. „Die meisten Krankheiten des Menschen sind aber nicht genetisch bedingt, sondern großenteils durch unsere Lebensweise wie Rauchen, fleischreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel beeinflusst“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche.

Über eine Million Tiere (35%) mussten für die Grundlagenforschung ihr Leben lassen. In diesem Bereich werden seit Jahren die meisten Tiere, vor allem genmanipulierte, „verbraucht“. Auf die Arzneimittelentwicklung entfielen 16% und auf Giftigkeitsprüfungen 6%.

„Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hält das erneute Hoch der Tierversuchszahlen für eine fatale Fehlentwicklung und ein Armutszeugnis für Wissenschaft und Politik. Der Verein fordert ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, da auf eine Einsicht und Selbstbeschränkung der Forschung nicht zu hoffen ist, wie die aktuellen Statistiken belegen.“

Diesen Aussagen schließt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz in vollem Umfang an.

Um auf das Leid der Versuchstiere aufmerksam zu machen, hat der Landesverband Bayern unserer Partei am 24.04.2013 auf dem Münchener Marienplatz einen Info-Stand organisiert.

Web-Redaktion: 24.04.2013 / Quelle: Ärzte gegen Tierversuche 2012, Albert-Schweitzer-Stiftung 2012

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.



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